Sorgen in Alkohol ertränken
Erschreckend viele Menschen sind der Meinung, man könne seine Sorgen loswerden, in dem man sie einfach ins Vergessen "säuft". So leicht geht das aber leider nicht. Vielleicht geht es einem für den Moment besser, aber spätestens wenn die betäubende Wirkung nachlässt und der Kater kommt, dann kommen auch die Probleme mit ungeahnter Wucht zurück.
Trotzdem, wenn man wieder Single ist, dann geht man in die nächste Bar, setzt sich an den Tresen und bestellt sich erst mal ein paar Bier hintereinander. Man tut es immer wieder, obwohl man weiß, dass es einem nicht gut tut. Obwohl man weiß, dass es nicht vergessen lässt, sondern nur verdrängen. Flüchten ist hier die Devise. Den Schmerz nicht aushalten, sondern im wahrsten Sinne des Wortes "runterschlucken". Vielleicht hilft es sogar, um dem größten Schmerz standzuhalten. Aber irgendwann muss man sich seiner Trauer stellen.
Alleine, um damit abschließen zu können. Trauer muss nicht immer unbedingt nur negativ sein. Trauer zeigt uns auch, wie sehr wir einen Menschen gemocht haben, wie wichtig uns dieser Mensch war. Sie zeigt uns, was wir verloren haben. Das tut weh. Aber vielleicht kann man auch einen ganz kleinen Trost darin finden, dass es uns zeigt, was wir Schönes erfahren durften. Und wenn alles nichts hilft, dann bleibt immer noch die Methode der Ablenkung. Warum nicht einfach mal im Internet schauen, ob man nicht ein paar nette Bekanntschaften machen kann? Und selbst wenn nicht, ist man wenigstens für ein paar Stunden seiner Trauer entkommen.